Ich weiss nicht wirklich wann es begann.

Viele Niederlagen, viele schlechte
Erlebnisse führten dazu,
dass ich mich für Wert- Nutz-
und Sinnlos hielt.
Wie sollte so jemand wie ich überhaupt
Bedürfnisse haben?
Die hätte ich nicht verdient..

Warum sollte ich wie die meisten
Menschen einfach meinen Trieben
nachgehen- wenn mand diese
so gut kontrollieren kann?
Und ich war eh immer viel zu fett-
ich war viel zu viel.
Ich wollte nichts mehr sein,
keinen Platz mehr beanspruchen-
den hab ich auch nicht verdient.

Model's und Co. haben mir es nie
angetan, sie waren nie Vorbilder für mich
(ich denke das geht vielen Esslern so).
Ob Perfektion oder Kontrolle..
Nur ich hatte mein Essverhalten
unter Kontrolle- bis ES mich kontrollierte.

Mit der Zeit ging es mir Psychisch
und Physisch immer schlechter,
war sogar wegen meinem runierten
Kreislauf bei meiner Hausärztin
(HA), die fand nix. Naja, ich habe mich
auch extra dreilagig angezogen-
nur keine Aufmerksamkeit erregen!

Doch es fiel auf, wenn nicht körperlich
dann an meiner psychischen Verfassung.
Mein Gesicht versteinert (wie ich), keine
Gefühle mehr, nur noch eine Maske.
Ich wurde darauf angesprochen,
auf der Arbeit!

Jaja, ich gehe zur Ärztin *blabla*
klar brauche ich Therapie *lol*.....

Doch ich konnte nicht weichen,
musste gehorchen..Ab zur HA, Adressen
von TherapeutInnen holen. Anrufen,
Termine abmachen. Ich dachte ich
hätte (wie so viele) eine lange Wartezeit-
genug Zeit um nicht mehr dorthin
gehen zu müssen..
"also wir sehen uns in 2 Wochen" *panik*

Ich ging hin, erzählte was sie
hören wollte,brav lies ich mein Gewicht
von meiner HA kontrollieren..
(hach wie einfach betrügen doch ist)
Doch plötzlich kam es mir zu nahe, nichts
ging mehr- in meinem Kopf nur noch
Chaos..

Ich musste mich verletzen (SVV),
ich war schlecht- zu schlecht!
In mir brach ein Kampf aus-
Wo will ich hin, was will ich?
In der Zwischenwelt gefangen-
so fühlte ich mich.

Meine Thera legte mir nahe in eine
Klinik zu gehen- ein Time out!
*scheisse* und nun?
Da sie mir sonst mit einem
FFE ( fürsorglicher Freiheits- Entzug)
drohte machte ich das Spielchen mit.
5 Wochen..5 lange Wochen und nur
spielen..lächeln (ich habe doch keine
Probleme, ihr macht sie!)

Danach ging es mir besser,
aber nicht gut. Ich ging weiterhin
zur Therapie... ich musste vieles
aufarbeiten. Es ging mir schlechter.
Ich spielte und zerbrach innerlich.

Mir muss es doch gut gehen,
ich hab ja alles.

In diesem Frühjahr stand ich vor
einer Wahl- zwischen Tagesklinik
und einem Vertrag den ich mit
meinen Leuten und Ärzten
abschliessen musste.

Essen, drinbehalten, ehrlich sein..
Hilfe suchen, Hilfe annehmen..
Nicht mehr zuviel Sport (Sport war
mir sehr wichtig).
Jetzt läuft das alles schon einige
Monate, mein Körper hat sich erholt,
mein Gewicht ist nicht mehr UG-
ich versuche mein Gewicht zu halten.

Gegen eine solche Krankheit anzu-
kämpfen ist echt schwer,
doch es lohnt sich bestimmt,
es muss sich lohnen!


Gratis bloggen bei
myblog.de